Volles Haus bei Missio-Fest in Roppen

Großes Interesse an Weltkirche beim „allewelt“-Jubiläum in Roppen
Roppen – Ein von der Weltkirche fasziniertes  Publikum sorgte am Samstag, 15. März, für einen bis auf den letzten Platz gefüllten Kultursaal in Roppen. Mehr als 150 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um gemeinsam das 60-jährige Bestehen der Missio-Missionszeitschrift allewelt zu feiern. Auch Innsbrucks Bischof Hermann Glettler ließ sich die Veranstaltung nicht entgehen und zeigte sich erfreut über das große Interesse an Themen der Weltkirche.
Seit sechs Jahrzehnten berichtet das Magazin allewelt über das Leben der Kirche in allen Teilen der Welt. Chefredakteur Christoph Lehermayr nahm die Gäste in seinem Vortrag mit auf eine journalistische Reise zu Menschen und Projekten rund um den Globus. Seine Begegnungen mit Christen in Afrika, Asien und Lateinamerika machten deutlich, wie lebendig und vielfältig die Weltkirche ist.
Dabei wurde auch die beeindruckende Größe dieses weltweiten Netzes sichtbar: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat sich die Zahl der Katholiken weltweit etwa verdoppelt. Heute gehören der Kirche rund 1,3 Milliarden Menschen an. Für die Seelsorge stehen weltweit etwa 407.000 Priester im Dienst, unterstützt von 108.000 Priesterseminaristen, rund 599.000 Ordensfrauen und etwa 2,8 Millionen Katechisten, die vielerorts die Glaubensverkündigung tragen.

Missio Diözesanreferent Markus Hochenegger, Bischof Hermann Glettler und Missio-Direktor Pfr. Johannes Laichner 

Auch im sozialen Bereich zählt die Kirche zu den größten Akteuren weltweit. Sie betreibt derzeit 5.420 Krankenhäuser, 15.476 Altenheime, 3.141 Sozialzentren, 8.874 Waisenhäuser, 14.205 Apotheken und Gesundheitsstationen sowie 102.189 Volksschulen, in denen Millionen von Kindern Bildung erhalten.
Missio Österreich ist Teil dieses weltweiten Engagements und unterstützt Projekte der Weltkirche in 102 Ländern. Ziel ist es, Seelsorge, Ausbildung und soziale Hilfe besonders dort zu stärken, wo Kirche und Bevölkerung vor großen Herausforderungen stehen.
Persönliche Einblicke in diese Arbeit boten zwei besondere Beiträge: In einem Videogruß berichtete die Stubaier Missionarin Sr. Hanni Denifl aus Benin über ihren Alltag in der Mission. Außerdem sprach Vikar Basile Harusha aus Burundi über seine seelsorgliche Arbeit und die Situation der Kirche in seiner Heimat.
Viele Gäste nutzten den Nachmittag auch für Gespräche und Begegnungen. Zum Abschluss erhielten alle Besucher ein Glas „Bee-Missio-Honig“. Mit dieser Initiative werden Imkereiprojekte in Priesterseminaren unterstützt – ein kleines, aber symbolträchtiges Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche.

Pater Korbinian vom Kloster St. Petersberg freut sich schon über die Lektüre der Jubiläumsausgabe der "allewelt".

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